Innere Ursachen

Für Haarausfall sind nicht zwingend Einflüsse aus der Umwelt verantwortlich, auch Veränderungen und Störungen innerhalb des Körpers sind Verursacher von Haarausfall. Fällt das Haar aus ohne denkbare äußerliche Ursache, kommen verschiedene innere Konditionen in Frage.

Schilddrüsenstörung

Die Schilddrüse bildet Hormone, deren Aufgabe die Regulierung des Stoffwechsels ist. Sie beeinflussen auch das Haarwachstum und den Haarzyklus. Bei einer Über- oder Unterfunktion werden diese Prozesse gestört. Die Haare werden brüchig und dünn, es kommt zu vermehrtem Haarausfall.

Anzeichen/Symptome

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse gehören Antriebsarmut, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung und Hauttrockenheit zu den typischen Anzeichen. Die Haare werden dünner, matt und stumpf. Auch die Haardichte wird geringer.

Für eine Überfunktion der Schilddrüse sprechen die Symptome Gewichtsverlust, Unruhe, Herzrasen, Wärmeunverträglichkeit, warme Haut, Gewichtsverlust und häufiger Stuhlgang. Die Haare erreichen nur eine geringe Länge und sind dünner bzw. brüchiger.

Diagnose

Eine Fehlfunktion der Schilddrüse kann durch einen entsprechenden Bluttest festgestellt werden.

Therapiemöglichkeiten

Die Behandlung von Schilddrüsenstörungen erfolgt medikamentös.

Behandlungschancen

Für die Auswirkungen einer Behandlung auf den Haarwuchs liegen keinerlei wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse vor. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass mit der Korrektur des Hormonspiegels sich auch der Haarwuchs wieder normalisiert.

 
An-/Absetzen der Antibabypille

Die in Antibabypillen eingesetzten Hormone haben ebenfalls Einfluss auf das Haarwachstum. Wird ein Präparat an- oder abgesetzt, verändert sich der Hormonspiegel. Diese Veränderung spiegelt sich im Haarwachstum wieder. Der Verlauf ist ähnlich dem Haarausfall nach der Schwangerschaft. Einige Wochen nach dem An-/Absetzen kann verstärkter Haarausfall beobachtet werden. Das Haarwachstum normalisiert sich jedoch ohne Therapie innerhalb mehrerer Monate von selbst.

 
Hormonstörungen, Klimakterium, Veranlagung

Bei Störungen des Hormonhaushaltes, dem Klimakterium und vererbter Sensibilität reagieren die Haarfollikel sehr empflindlich auf männliche Geschlechtshormone, auch Androgene genannt. Diese Hormone werden auch im weiblichen Körper produziert, wenn auch in sehr viel geringeren Mengen. Es tritt dasselbe Muster auf wie bei erblich bedingtem Haarausfall.